Rattenberg. Habgier, Neid und Korruption begleiten die historische Figur des Kanzler Bienner, dessen Lebensweg 1651 auf tragische Weise am Schlossberg endete. Noch immer fasziniert seine Geschichte, denn an den politischen Ränken um die Macht hat sich bis heute nicht viel geändert. „Kanzler Bienner“ wurde zur Lichtgestalt in Tirol, weil er gegen ein System aus Macht und Korruption kämpfte, eine eigene Wahrheit vertrat, sich für das Volk einsetzte und sich gegen den Beamtenfilz auflehnte. Wie so viele Heldengeschichten endet auch die des Bienner tragisch, mit der dubiosen Enthauptung des Kanzlers auf dem Schlossberg. Recherchen haben ergeben, dass genau an der Stelle gespielt wird, an dem das Leben des Kanzler Bienner gewaltsam endete. Per Schiff Inn-abwärts Am Premierenabend wird der Kanzler Bienner – wie bereits im Jahre 1651 - per Schiff Inn-abwärts nach Rattenberg gebracht und dort von bewaffneten Schergen und Trommlern auf den Schlossberg geführt. Nach 20 Jahren Spielpause lässt Autor und Regisseur Manfred Schild die historischen Figuren dort auf eine moderne Bühne treffen. Fotos: Grießenböck
Uraufführung von Manfred Schild Regie und Text: Manfred Schild 2. Juli bis 7. August 2010